Borstenhood

Helga

Helga

Helga ist eine ganz besondere Dame; eine Mischung aus Sanftheit, Neugierde und Übermut - gepaart mit den emotional ergreifendsten Augen dieser Welt. Ihre Blicke sprechen Bände – und lassen uns alle ein Stückchen am unendlichen Leid einer Mutter im Kastenstand teilhaben, welche ihre Kinder niemals kennenlernen durfte. Gleichzeitig beginnt Helga immer mehr zu vertrauen; liebt Streicheleinheiten – und insbesondere ihre tägliche Portion an frischen Karotten.

Hannelore

Hannelore

Hannelore ist die mutigste Lady im Borstenhood und schreitet generell tollkühn voraus. Alles Fremde ertastet sie vergnügt mit ihrer meist verschmierten Schnute; zum Verhängnis von zahlreichen Zäunen, Kleidungsstücken - und vor allem unserem ehemals grünen Garten. Zudem ist sie der größte Fan gekochter Kartoffeln – insbesondere, wenn diese zuvor von ihren Menschen im Stroh versteckt wurden.

Anneliese

Anneliese

Anneliese ist die erste am Futtertrog und ebenso die Erste, die sich kopfüber mit Schwung ins Stroh wieder schlafen legt. Menschen gegenüber ist sie noch immer recht skeptisch, was nach 6 Jahren der Qual allerdings nicht anders zu erwarten ist. Gleichzeitig ist sie mittlerweile zur Sprintmeisterin des Eibenshofes gekürt worden - und rennt so oft sie nur kann in Windeseile über die Wiesen, was insbesondere ihre wundervoll geformten Elefantenohren zur Geltung bringt.

Borstenhood-Ida Eibenshof

Ida

Ida ist die Schwester unserer wundervollen Sprintmeisterin Anneliese und ein wahres Energiebündel mit dem süßesten Freude-Quieken das ihr jemals gehört habt. Sowohl äußerlich als auch charakterlich gleicht sie ihrer Schwester ungemein; so liebt sie es über die Wiesen zu wetzen und ist trotz ihrer stolzen Größe und ihres sportlichen Körpers eine wahre Harmoniebombe. Besuchende können Idas Herz in Windeseile durch eine kräftige Rückenmassage erobern, obgleich ihre eigentliche Passion darin besteht, gemeinsam mit der Eibenshoferin in der Suhle zu plantschen.

Alma

Alma

Alma ist das kleine große Flusspferd des Eibenshofes – und eine wahre Meisterin der Entspannung. So verbringt sie ihre Tage am liebsten dösend im Stroh – oder sobald das Wetter mitspielt – treibend in der Borstenhood-Suhle. Trotz ihrer Beinfehlstellung und der damit einhergehenden Beeinträchtigung beim Laufen halt Almi das Temperament einer Löwin – und lässt sich nur selten die „pflanzliche Butter vom Brot nehmen.“ Zudem ist Almas Zunge mittlerweile ein echtes Markenzeichen geworden, denn diese hängt immer ein Stückchen aus ihrem Mund, was ihr ohnehin schon besonderes Gesicht nur noch wundervoller macht.

Alva

Alva

Alva ist unser größtes Girl im Babyborstenhood – und ein wahres Energiebündel. Privatsphäre ist ihr von Tag 1 an ein Fremdwort: Bei ihr überwiegt die Lust am Leben gepaart mit ihrer kindlichen, maximal stürmischen Neugierde.

Gleichzeitig ist Alva nicht nur ihrer Mama optisch wie aus dem Gesicht geschnitten, sondern auch charakterlich eine faszinierende Mischung aus Temperament und Sanftheit: Alva ist mutig, schreitet voran und hat trotz ihrer Vorliebe fürs Dauer-buddeln immer ihre Geschwister im Blick.

In Alva steckt ganz schön viel Helga. Innerlich und äußerlich.

Anton

Anton

Anton (alias Piranha) kam als kleiner Kümmerling zur Welt. Er war zerbrechlich; nicht mal halb so groß wie seine properen Geschwister, gegen welche er sich an Helgas Zitzen irgendwie behaupten sollte. Trotz dieser vermeintlichen Einschränkung bestand seine erste Amtshandlung kurz nach der Geburt darin, Florian, welcher ihm beim Trinken helfen wollte, mit Schmackes in den Finger zu beißen. Und ja, spätestens ab diesem Moment wussten wir, dass dieses winzige Geschöpf ein echter Kämpfer ist. Und das ist er bis heute. Anton besticht nicht nur durch seine wundervoll geformten Elfenohren, sondern vor allem durch seine wachen Augen und seinen cleveren Kopf. Er ist flink, wahnsinnig sportlich und ein Meister darin, seine Geschwister hinters Licht zu führen. Menschen gegenüber zeigt er sich neugierig, obgleich er kein klassischer „Schmuser“ ist, sondern fremde Menschen eher als interessantes Beiwerk betrachtet, welche es aus der Ferne ausgiebig zu erkunden gilt. Auch innerhalb der Gruppe kommt er mit allen gut zurecht, obwohl er in der Rotten-Hierarchie von Geburt an eher unten angesiedelt ist. (Eine Tatsache, die ihm aufgrund seiner sportlichen Überlegenheit keine Probleme bereitet. Denn: Am Ende ist Anton immer der Schnellere.)

Janni

Janni

Janni ist ein wahrer Schmusebär und Menschen gegenüber der wohl zugewandteste Borstenhoodbewohner. (Vermutlich hat er sich in seinen Kindertagen etwas zu viel mit den Hunden des Eibenshofes beschäftigt, denn Janni springt -ungeachtet seiner mittlerweile sehr stolzen Größe- gerne mal an „seinen Menschen“ hoch, um sich im direkten Anschluss auf den Rücken plumpsen zu lassen; eine Geste die in etwa „Kraule mich jetzt am Bauch“ bedeutet.) Abseits von seinem großen Schmusebedarf ist Essen seine zweite große Liebe, wobei alles Süße einen besonders großen Stellenwert in seinem liebenswerten Ferkelito-Herz einnimmt. Innerhalb der Rotte neigt Janni zuweilen dazu, seine „Launen“ offen (und vor allem LAUTHALS) zu präsentieren – und auch wenn er selten Konfrontationen anzettelt, mischt er bei Konflikten gerne mal mit und unterstützt ambitioniert seine „Lieblingsschwestern“ Leni und Maja bei Streitigkeiten.

Leni

Leni

Leni ist unsere kleine Flirtqueen, mit den wohl Schalkvollsten Augen und dem bezirzendsten Lächeln dieser ganzen Welt. Zudem ist sievom Schicksal ähnlich wie Bruder Anton nicht nur mit großer Schönheit, sondern vor allem mit besonders viel Neugierde ausgestattet worden, was sich insbesondere im Kontakt mit Menschen abzeichnet. So liebt sie es, ihr Gegenüber gründlich zu erforschen und anschließend auf Schritt und Tritt zu verfolgen, wobei die Chance zu „entkommen“ im Minusbereich liegt, denn Leni scheint zu alledem auch das Sprint-Gen ihrer Tanten geerbt zu haben. Innerhalb der Borstenfamilie ist Leni „rangtechnisch“ eher oben angesiedelt, obgleich sie diese Pol-Position niemals ausnutzt, sondern vielmehr das Leben eines begehrten Model-Schweins genießt. Einzig ihren heimlichen Schwarm Hector, konnte sie bisher noch nicht um den Finger wickeln, wobei es sicher nur eine Frage der Zeit ist, bis er sich ihren hartnäckigen Avancen nicht mehr entziehen kann…

Maja

Maja

Maja ist das wohl zurückhaltendste und ausgeglichenste Ferkelkind im Borstenhood; sie macht gerne "ihr Ding", was gefühlt 24/7 die Wiese umgaben bedeutet. Menschen gegenüber zeigt sie eher wenig Interesse; eine willkommene Abwechslung für alle menschlichen Borstenshoodbesucher, welche im Normalfall von ihren Geschwistern gerne maximal stürmisch in Empfang genommen werden. Dennoch merkt man spätestens bei der Essensvergabe, wie viel Temperament eigentlich doch in diesem vermeintlich ruhigen Schweinemädchen steckt; denn am Futtertrog ist Maja fast immer die erste - und sticht durch ihre ganz spezielle Bunkertechnik, sich einfach direkt in den Trog hineinzustellen und somit alles und jeden zu blockieren, deutlich hervor. Innerhalb der Rotte ist Maja mittig angesiedelt und eckt nur selten an. Sie toleriert die ihr gesetzten Grenzen und nimmt Rücksicht auf die ihr „unterlegenen“ Borstenhoodbewohner, solange es nicht ums Essen geht, versteht sich.

Oskar

Oskar

Oskar ist vermutlich der verträumteste und zugleich tiefenentspannteste Schweinemann, den ihr jemals kennenlernen werdet. Von Beginn an zählte für ihn nur eines: AUSSCHLAFEN – und das ausnahmslos immer direkt an Mama Helgas Seite, zu welcher er seit seiner Geburt eine ganz besonders innige Bindung pflegt. Auch tagsüber liegt Oskar, wie nicht anders zu erwarten, am liebsten in der Sonne und lässt sich den Bauch kraulen, wobei er genussvoll alle Viere von sich streckt und im tiefen Basston lautstark grunzt. Einzig durch frische Äpfel, Kekse und Melone lässt sich der kleine-große Spatz zu spontanen Sprinteinlagen hinreißen, auch wenn er nach dieser sportlichen Höchstleistung nur Minuten später wieder freudig-glucksend seinen wohl verdienten Mittagsschlaf antritt. Zudem ist Oskar innerhalb der Rotte einer der ranghöchsten Borstenhoodbewohner, was nicht zuletzt seiner Position als „Muttis Liebling“, als auch seiner optischen Erscheinung geschuldet ist, denn Oskar ist mittlerweile zu einer wahren Größe herangewachsen und sticht nicht zuletzt durch seine Körpermasse, den breiten Kiefer und die stark behaarten Ohren deutlich hervor.

Hector

Hector

„Und dann kam Hector.“ So beginnt diese Geschichte. Wie genau, können wir euch leider nicht sagen, auch nicht, ob er es schaffen wird. Aber die Chancen stehen gut - und er kämpft wie ein Held um das Leben, welches ihm eigentlich bereits genommen wurde. Denn: sein Schicksal sollte eigentlich ein ganz Anderes sein. Der Verlust von Tierleben ist in der Schweinezucht von Anfang an einkalkuliert. Dass das einzelne Lebewesen in der Schweinezucht und -mast nichts zählt, zeigt die billigend in Kauf genommene Verlustrechnung, was das Sterben von Ferkel angeht: Weil viele der Tiere aufgrund der zielgerichteten Zucht auf möglichst große Würfe schwach und krank zur Welt kommen, werden sie von MitarbeiterInnen mit einem Schlag auf den Kopf betäubt, bevor sie getötet oder noch lebendig in den Müll geworfen werden, wo sie qualvoll sterben. Aufnahmen aus Ställen zeigen immer wieder, dass das vorgeschriebene Verfahren – mit Betäubung und anschließendem Ausbluten – für einen großen Teil der Züchter zu lästig ist. Daher werden viele Ferkel lediglich gegen Kanten, Wände oder auf den Boden geschleudert. Die Tiere, die dabei nicht sterben, erleiden in den Mülltonnen einen entsetzlich Todeskampf. Du hast die Wahl. Du entscheidest. Du kannst Leben retten. Das ist Hector.
Und Hector lebt.

Helge

Helge

Schon gewusst? 🐷

  • Die weiblichen Schweine werden in der Tierindustrie hauptsächlich für die Ferkelproduktion eingesetzt. Sie werden künstlich besamt und für mehrere Wochen in einem engen Kastenstand eingesperrt. Dort können sie sich kaum bewegen und sind gezwungen, an derselben Stelle zu stehen, zu liegen, zu essen und zu urinieren. 
  • Überleben Ferkel die ersten Tage in der Schweinezucht, werden sie nach kurzer Zeit von ihrer Mutter getrennt und anschließend für die Fleischproduktion gemästet. Nach sechs Monaten Mast haben sie etwa 100 Kilo Fleisch angesetzt und werden zu Schlachthöfen transportiert.
  • Sobald eine Zuchtsau nicht mehr schwanger wird, zu wenige Ferkel auf die Welt bringt oder krank wird, geht es auf den Weg ins Schlachthaus.
  • Schweine sind sehr intelligente und soziale Tiere und schlafen, gerade bei kälteren Temperaturen, gerne eng aneinander gekuschelt. 
  • Sie lieben es, mit dem Rüssel im Boden nach Nahrung zu wühlen. Außerdem sind sie sehr reinlich, denn sie trennen ihren Schlafplatz strikt von ihrer Toilette. 
  • In der Tierindustrie werden den Schweinen all ihre Grundbedürfnisse verwehrt. Sie leben inmitten von Kot und Urin, was ihre Gesundheit und Psyche stark beeinträchtigt.
  • Viele sterben an diesen Bedingungen, was bewusst akzeptiert wird. Dies verdeutlicht, dass in der Zucht das einzelne Lebewesen keinen Wert hat.

Schweine sind intelligenter als Hunde und haben mindestens genauso viel Liebe verdient. Jedes Schwein soll die Möglichkeit haben, ein friedliches Leben in Freiheit zu führen, sich fröhlich im Dreck zu suhlen und eingekuschelt im Stroh zu schlafen. 

Heutzutage muss niemand mehr Fleisch essen – es gibt so viele leckere Alternativen!

Quellen:
https://www.peta.de/themen/schweinezucht/
https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/nutztiere/schweine/10-fakten-ueber-schweine